Wahl zum Vogel des Jahres 2023 - Wir nominieren den Neuntöter!

Die Kreisgruppe Fürth nominiert den Neuntöter zum Vogel des Jahres 2023!

Seit 1971 küren der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV) den „Vogel des Jahres“. Die Aktion ist inzwischen ein Klassiker, der zahlreiche Nachahmer gefunden hat – vom „Baum des Jahres“ bis zum „Höhlentier des Jahres“. Jedes Jahr verkündet der NABU im Oktober den neuen Star unter den Vögeln für das Folgejahr. Bis ins Jahr 2021 wurde er immer von einem Gremium aus Fachleuten gewählt, doch inzwischen läuft die Wahl anders ab: Die gesamte Bevölkerung in Deutschland kann mit entscheiden, wer der nächste „Vogel des Jahres“ wird. Deine Stimme zählt!

Der Neuntöter...

  • spießt Insekten, kleine Vögel oder Mäuse auf Dornen oder spitze Zweige auf, daher der Name
  • falkenähnlicher Oberschnabel (wie bei Greifvögeln mit einem Falkenzahn versehen)
  • Nahrung: Insekten, Käfer, Heuschrecken, Grillen, auch Kleinsäuger (Feldmäuse & Jungvögel)
  • reduzierte Anzahl geeigneter Brutplätze und schwindendes Nahrungsangebot mindern den Bestand
  • bewohnt trockene und sonnige Landstriche mit ausgedehnten Busch- und Heckenbeständen

 

...und warum wir ihn nominieren!

Der Neuntöter ist ein ganz besonderer Vogel. Wo dornenreiche Hecken und Gebüsche sich mit Streuobstbäumen und Offenland abwechseln ist er zuhause. Zwar kann er auch mal eine Maus oder Eidechse erbeuten, seine Hauptnahrung besteht aber aus Großinsekten wie Käfern und Schmetterlingen, allen Voran aber Heuschrecken und Grillen. 

 

In der abwechslungsreichen Weidelandschaft die bis vor etwa 200 Jahren vorherrschte fand er nicht nur einen optimalen, sondern auch seinen natürlichen Lebensraum: vor der Besiedlung durch uns Menschen durchstreiften Herden von tausenden Huftieren - Wildpferde, Auerochsen, Hirsche und Wisente, aber auch Elefanten und Nashörner - ganz Europa und gestalteten die sogenannte halboffene Weidelandschaft. 

 

Besonders unter der in den letzten 50 Jahren immer intensiveren Landnutzung unter Einsatz hochwirksamer Gifte leidet der Neuntöter, da er immer seltener passende Brutplätze und vor allem immer weniger Nahrung findet. Er steht stellvertretend für eine ganze Reihe von Arten, mit denen er seinen Lebensraum teilt: Orchideen und Zipfelfalter, Schlingnatter und Wiedehopf sind nur ein paar Beispiele dafür. 

 

Unsere Kreisgruppe setzt sich seit über 30 Jahren aktiv für den Neuntöter ein. Mehrere paar finden durch extra angelegte und gepflegte Hecken in unseren LBV-Schutzgebieten wieder Nahrung und Brutplätze. In einem Forschungsprojekt werden in ausgewählten Bereichen der Landkreise Fürth und Roth jedes Jahr Neuntöter beringt um wissenschaftliche Daten über den Populationsaustausch, Zugwege und Gefährdungsursachen zu gewinnen. 

 

Unterstützt uns deshalb bitte und wählt mit uns den Neuntöter zum Vogel des Jahres 2023 unter https://www.vogeldesjahres.de/wahl/Neuntöter/Fürth/