Fledermausschutz

ACHTUNG: Fledermäuse wieder auf Wohnungssuche!

Fledermaushilfstelefon unterstützt die Region Nürnberg-Fürth-Erlangen in den nächsten zwei Monaten!

 

Ab Mitte Juli verlassen junge Fledermäuse ihre Kinderstube, um sich ein eigenes Quartier zu suchen. Dabei können sie sich schon mal verirren und landen in Wohnungen, Klinikfluren oder Büroräumen. Besonders problematisch wird es, wenn die Bewohner im Urlaub sind und die Tiere in eine Falle geraten. Wer mit den harmlosen Tieren nicht zurechtkommt kann sich, wie schon in den letzten Jahren, an den Landesbund für Vogelschutz (LBV) wenden.

 

Um sowohl den erschrockenen Bewohnern als auch den verschreckten Fledermäusen in Notfällen zu helfen, hat der LBV für die Sommermonate eine Fledermaushilfe eingerichtet, die unter der Telefonnummer 0911 - 431 227 24 zu erreichen ist (geschaltet ist das Hilfstelefon ab Donnerstag, den 18. Juli 2019). Bitte sprechen Sie auf den Anrufbeantworter . Die Nachricht wird an einen Ehrenamtlichen Helfer geleitet der so schnell wie möglich Kontakt mit ihnen aufnimmt.

Zwergfledermaus (Bild: Dr. Andreas Zahn, LBV-Archiv)
Zwergfledermaus (Bild: Dr. Andreas Zahn, LBV-Archiv)

Verstärkung gesucht!

Wir verstärken unser Fledermaus-Team. Helfen Sie mit, verirrte Fledermäuse aus Wohnungen zu befreien und geschwächte Tiere zu versorgen oder unterstützen Sie uns beim Kontrollieren von Fledermauskästen. Sie bekommen neben fachkundigen Schulungen Einblicke in das Leben einer spannenden Tiergruppe.

 

Hintergrund

In Bayern gibt es 25 verschiedene Fledermausarten, fast alle stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten. Fledermäuse leben gerne in Städten, sind diese doch ein Labyrinth von Felsen und Höhlen, so kommen rund 14 Arten auch in Nürnberg vor. Die nachtaktiven Tiere ernähren sich ausschließlich von Insekten und verbringen den Tag in Baumhöhlen, hinter Fensterläden, in Rollokästen, Dachböden und anderen geeigneten Spalten an Gebäuden. Wir setzen uns für die Fledermäuse ein, schaffen Lebensraum und kümmern uns um geschwächte und verletzte Tiere, pflegen sie und wildern sie anschließend wieder aus.

 

Schaffung von Quartieren

Durch die Fällung von alten Bäumen und die energetische Samierung von Gebäuden wird es immer schwieriger für Fledermäuse genügende Quartiere, in denen sie den Tag oder ihren Winterschlaf verbringen können, zu finden. Wir steuern dagegen, indem wir Fledermauskästen an geeigneten Stellen anbringen und uns für die Erhaltung alter, hohler Bäume einsetzen. Wir beraten, wie Gebäude saniert werden können und dennoch Quartiere für Fledermäuse und andere gebäudewohnenden Arten erhalten und geschaffen werden können.

 

Wochenstubenkontrollen

Um eine Einschätzung zu bekommen, wie hoch die Fledermauspopulation ist, werden regelmäßig Zählungen durchgeführt. So unterstützen wir die Koordinationsstelle für Fledermausschutz bei den Kontrollen der sogenannten Wochenstuben, wo Fledermausmütter ihre Jungen bekommen und aufziehen. Im Landkreis Nürnberger Land sind einige der bayernweit größten Mausohrwochenstuben mit teilweise knapp 1000 Tieren zu finden.

 

Fledermausinvasionen

Eine Besonderheit in Nürnberg und Fürth sind sogenannte Fledermausinvasionen. Ab Anfang August verlassen junge Fledermäuse ihre Kinderstube, um sich ein eigenes Quartier zu suchen. Dabei können sie sich schon mal verirren und landen in Wohnungen, Klinikfluren oder Büroräumen. Wer mit den harmlosen Tieren nicht zurechtkommt, kann sich an uns wenden. Wir kümmern uns so schnell wie möglich um die betroffenen Tiere. Die Fledermäuse, hierbei handelt es sich meist um Zwerg- oder Mückenfledermäuse, werden eingesammelt und abends an einem geeigneten Ort wieder freigelassen. Verletzte Tiere werden von einer Biologin versorgt.

 

Wenn Sie Teil unserers Fledermaus-Teams werden wollen, nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf!