Volksbegehren Artenvielfalt

Das Volksbegehren Artenvielfalt - worum geht es?

Im vergangenen Jahr ging ein Aufschrei durch die Medien, als das Insektensterben endlich öffentlich bekannt wurde. Die Fluginsekten sind innerhalb von nur drei Jahrzehnten um über 75 Prozent zurückgegangen!

 

Der Einsatz von Pestiziden in der industriellen Landwirtschaft ist mitverantwortlich für dieses massive Insektensterben. Besonders dramatisch ist der dadurch verursachte Mangel an Nahrung und der Verlust von Lebensraum in der Agrarlandschaft auch für die Feldvögel. Der schöne Gesang der Feldlerche, früher eine „Allerweltsart“, ist kaum noch zu hören. Das Rebhuhn verzeichnete in den letzten 25 Jahren Bestandsrückgänge um 94 Prozent.

 

Nun haben wir die einmalige Chance, etwas gegen das dramatische Insektensterben zu tun! Gemeinsam mit dem Bund Naturschutz, den Grünen und der ÖDP ist der LBV Träger des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“. Zentraler Bestandteil des Volksbegehrens ist ein Gesetzentwurf, was konkret in Bayern für eine Verbesserung der Insektenvielfalt getan werden kann. So ist Bayern das einzige Bundesland, in dem Uferrandstreifen noch landwirtschaftlich genutzt werden dürfen. Pestizide, Dünger und Schlamm gelangen bei Regen ungehindert in die Gewässer. Das muss sich ändern! Uferrandstreifen sind zentrale Trittsteine für die Verbreitung von Insekten.

 

Die wichtigsten Forderungen des Volksbegehrens in Kürze:

● Eine bayernweite Vernetzung von Lebensräumen für Tiere schaffen

● Strukturreiche Ackersäume, Bäume, kleine Gewässer in der Landwirtschaft erhalten

● Blühende Randstreifen an allen Bächen und Gräben

● Die ökologische Landwirtschaft massiv ausbauen

● 10 Prozent aller Wiesen in Blühwiesen umwandeln

● Alle staatlichen Flächen pestizidfrei bewirtschaften

● Naturschutz als Teil der Ausbildung von Land- und Forstwirten

 

Das neue Naturschutzgesetz soll eine Lebensversicherung für die Artenvielfalt werden!

 

Die Biene steht exemplarisch für das beängstigende Insektensterben hierzulande und ist das Symbolbild des Volksbegehrens. Unter allen Bestäubern spielt die Honigbiene die größte ökologische Rolle: Fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzenarten werden von der Honigbiene bestäubt. Gleichwohl sind für die Wildpflanzen Hummeln, Fliegen, Wildbienenarten, Schmetterlinge und andere Insekten sowie der Wind wichtige Bestäuber. An der Biene sehen wir: Ohne Insekten gibt es auf lange Sicht kein Leben auf diesem Planeten. Wir sehen dieses Volksbegehren als historische Chance, die Artenvielfalt in Bayern zu retten. 

Ihre Ansprechpartner in den Aktionsbündnissen Nürnberg, Fürth und Erlangen